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Stadtportrait
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| Preetz
liegt 15 km südöstlich von der Landshauptstadt
Kiel. Es ist mit seinen 15.300 Einwohnern die größte
Stadt
des
Kreises Plön und bietet eine angenehme Wohnatmosphäre.
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| Im
ursprünglichen Namen unserer Stadt „Porece“
= „Am
Fluß“, liegt auch ein Stück ihrer
Geschichte. Schon in der
Stein-
und Bronzezeit bot das ostholsteinische Gebiet mit seinen sanften
Hügeln
den Menschen wertvollen Lebensraum. Kulturhistorische Funde aus
zahlreichen
Hügelgräbern zeigen, dass hier schon vor 4000 Jahren
Germanen
siedelten.
Während der großen Völkerwanderung und
durch Kriege,
die
Kaiser Karl der Große führte, kamen die ersten
slawischen
Siedler
in unserer Heimat. |
| Bereits
zu Beginn des 9. Jahrhunderts erhielt der Raum Preetz
Bedeutung als Handelsplatz. Am damaligen Grenzwall „Limes
Saxoniae“
entstand
in „Porece“, der „Furt
durch die Schwentine“,
eine
Kontaktstelle der
Sachsen, Holsten und Slawen, für die sich hier wichtige
Handelswege
kreuzten. |
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Die Entwicklung unserer Stadt ist eng mit
der Geschichte
des Klosters Preetz verbunden,
das 1211 durch Graf Albrecht von
Orlamünde gegründet wurde. 1226 erneuerte der
rechtmäßige Landesherr, Adolf IV. von
Schauenburg, die Stiftung des Benediktinerinnenklosters, und er
schenkte ihm
das Dorf Poretz sowie die gesamte Gemarkung. Das Nonnenkloster,
vertreten durch Priörin, Probst und Konvent, wurde dadurch
für Jahrhunderte höchste Verwaltungsinstanz und
übte bis
1867 die Rechtspflege aus.
Diese enge Verbindung mit dem Kloster endete, als Schleswig-Holstein
1867
eine preußische Provinz wurde und Preetz am 17. Mai 1870 das
Stadtrecht
unter völliger Trennung vom Kloster erhielt. 1995 konnte
Preetz
das
125jährige Stadtjubiläum begehen. |
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| In
Preetz blühte über Jahrhunderte das
Schuhmacherhandwerk
und machte die Stadt als „Schusterstadt“
weit über die
Grenzen
des Landes hinaus bekannt. Noch 1850 arbeiteten in Preetz 160
selbstständige Schuhmachermeister mit vielen Gesellen. Als das
Schustergewerbe durch die Konkurrenz der Schuhindustrie einging, wurde
Preetz zur „Schlachterstadt“. Mehrere
Fleischfabriken sorgten mit guten
Fleisch- und Wurstwaren dafür, dass der Name Preetz wieder in
ganz
Deutschland bekannt wurde. Der Volksmund hat deshalb folgenden Spruch
geprägt:
„In Preetz da is een Kloster, all
Eck da wohnt een
Schoster.
Hüt sünd se bedachter,
all näslang wohnt een
Schlachter.“
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| Heute
ist Preetz eine aufstrebende, lebendige und arbeitsfreudige
Stadt mit einem vielfältigen Gewerbe, u. a. der
größten
privaten
Druckerei Norddeutschlands, die ihre Erzeugnisse in der gesamten
Bundesrepublik
vertreibt. Die Stadt Preetz betrachtet es jedoch weiterhin als eine
ihrer
Hauptaufgaben, die Wirtschaftsstruktur durch Ansiedlung von Industrie-
und
Gewerbebetrieben zu fördern. So werden Gewerbeflächen
und
auch
mehrere Gebiete mit unterschiedlichen Wohnbebauung erschlossen.
Bei
den Bürgern der Stadt ist jedoch die Erinnerung an die
alte Zeit geblieben, und das Symbol
und Wahrzeichen der Stadt
wurde
der „Schusterjunge“,
dem in der Stadtmitte ein Denkmal gesetzt
worden
ist. Im Raumverteilungsplan des Landes Schleswig-Holstein ist Preetz
als
Unterzentrum eines Stadtkerns I. Ordnung ausgewiesen und damit
„Zentraler
Ort“ für einen Nahbereich von 251 qm² mit
rd. 27.000
Einwohnern.
Durch diese zentrale Lage bedingt, hat sich Preetz nach dem 2.
Weltkrieg
zu einem schulischen Mittelpunkt entwickelt und bietet heute Schulen,
deren
Einzugsbereich teilweise über den Nahbereich hinausgeht, an.
Neben
zwei
mehrzügigen Grund- und Hauptschulen, einer
dreizügigen
Grundschule,
einem Förderzentrum sowie einer Sprachheilschule sind als
weiterführende
Schulen eine Realschule, ein Fachgymnasium und ein Gymnasium am Ort.
Ergänzt
werden diese vielfältigen Ausbildungsstätten durch
berufsbildende
Lehranstalten des Kreises Plön. Die
Ausbildungsmöglichkeiten
werden
durch die in viele Lebensbereiche hineinwirkende Volkshochschule und
durch
ein reichhaltiges Bücherangebot der Stadtbücherei
erweitert.
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| Klosterkonzerte
in der Klosterkirche,
Aufführungen
der Niederdeutschen Bühne Preetz, Ausstellungen des
Kunstkreises
sind
nur ein Teil des kulturellen Angebotes in der Stadt Preetz. An sozialen
Einrichtungen
stehen in Preetz das moderne Kreiskrankenhaus, zwei Alten- und
Pflegeheime,
eine Erziehungs- und Lebensberatungsstelle, ein Behindertenzentrum und
ein
Jugendzentrum zur Verfügung. Neben fünf
Kindergärten
gibt
es einen Kinderhort sowie betreute Grundschulen.
Zusätzlich
zu den vereinseigenen Sportplätzen hat die Stadt Preetz eine
Vielzahl von Einrichtungen, die der sportlichen Betätigung
dienen.
Hierzu gehören Sport- und Turnhallen, ein Sportzentrum mit
einer
zusätzlichen Anlage für den Schießsport,
Freibäder, zwei Tennisanlagen sowie Minigolfanlagen
und zahlreiche Spielplätze. Außerdem besitzt die
Stadt seit
Stadt
seit 1981 in landschaftlich schönster Lage eine Schwimmhalle
mit
Sauna, Solarien und einem römischen Dampfbad.
Durch die herrliche landschaftliche Lage
und das große
Freizeitangebot hat sich Preetz als das Tor
zur Holsteinischen
Schweiz auch dem Fremdenverkehr
erschlossen und sich zu einem Erholungs- und Urlaubsort in der
Holsteinischen
Schweiz entwickelt. Als Sehenswürdigkeiten in Preetz sind die
Klosteranlage
mit der Klosterkirche, die Stadtkirche, das 1. Deutsche Circusmuseum
und
das Heimatmuseum hervorzuheben.
Abschließend
sei noch auf die verkehrsgünstige
Lage der Stadt Preetz
hingewiesen. Preetz liegt an der Bahnlinie
Kiel-Lübeck
sowie an der Bundesstraße
76. Die Bundesstraßen
404
und 202 sowie die Autobahn
sind durch gut ausgebaute Zubringer in
wenigen Minuten zu erreichen.
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